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Politische Bildung

Konzept

Demokratie kann nur gelingen, wenn ihr vertraut wird, sie gleichsam Baustein und wesentlicher Bestandteil im Alltagsleben der Bürger ist. Jedoch reißen gesellschaftliche Auflösungserscheinungen, Individualisierungsprozesse sowie ständig steigende mediale Überproduktion Lücken in die Erfahrungswelten, die für ein demokratisches Grundvertrauen notwendig sind. Die ehemals beinahe natürlichen Ressourcen für das Erleben und Erlernen gemeinschaftlicher Solidarprozesse und Diskurse wie Familien, Milieus oder kommunale Gemeinschaften treten hinter staatlichen Aufgabenträgern vermehrt zurück, sie überlassen die Arena professionell ausgebildeten Lehrern, Sozialarbeitern oder auch Dozenten der Erwachsenenbildung.

Im Institut sollen daher vor allem junge und transferorientierte Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler mit öffentlichen Multiplikatoren, unter anderem aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Arbeitnehmervertretungen, sozialen Bewegungen und natürlich der Lehre, zusammenarbeiten. Sie werden sich mit den drängenden gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen, die Im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf die modernen Demokratien in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht zukommen dürften. Normativ geht es darum, wissenschaftlich unterfütterte Lösungen dafür zu finden, dass die komplexen europäischen Gesellschaften ihren sozialen Zusammenhalt nicht verlieren, dass ihre demokratischen Institutionen intakt und veränderungsfähig bleiben, dass ihr bürgergesellschaftlicher Basischarakter stabilisiert und ausgebaut wird.

Das Institut möchte daher wissenschaftlich sorgfältig analysieren und forschen; zugleich aber auch explizit vermitteln, beraten und empfehlen. Es wird mithin kein ausschließliches Forschungszentrum sein, aber auch keine bloße Beratungs- oder Didaktikstelle. Es strebt vielmehr an, Forschung, Didaktik und Beratung miteinander zu verknüpfen, beabsichtigt mithin, Wissenschaft und Öffentlichkeit kommunikativ zusammenzubringen.

 

Aktuelle Veranstaltungen

21.01.2017: Nacht des Wissens mit Vorträgen und Demokratie-Rallye

Unsere Programmpunkte:

Demokratie-Rallye für Kinder bis 12 Jahre
An unterschiedlichen Stationen kommen Kinder spielerisch in Kontakt mit wichtigen Aspekten des demokratischen Zusammenlebens.
Zeit: 17-18 Uhr und 18-19 Uhr

 

Vortrag: Die Gründung des Landes Niedersachsen im Jahr 1946

Dr. Teresa Nentwig referiert über die Rahmenbedingungen und die Personen, die vor rund 70 Jahren zur Bildung des Landes Niedersachsen beigetragen haben.

Zeit: 19.15-20.15 Uhr

Vortrag: AfD und Pegida: Rechtspopulistische Empörung in Bewegung und Partei
Dr. Stine Marg und Alexander Hensel referieren aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts für Demokratieforschung zu Pegida und AfD.
Zeit: 20.30-22 Uhr
Ort: Göttinger Institut für Demokratieforschung, Weender Landstr. 14

31.01.2017: Vortrag „Rechtskonservative Parteien in  Frankreich,  Deutschland und  Polen

Konnten  binationale Gesellschaften und europafreundliche Politologen lange Zeit die Fortschritte des europäischen Einigungsprozesses feiern, so leben wir heute in einem Europa, das sich schwertut mit der Verteidigung gemeinsamer Werte und zu solidarischem Handeln mitunter nicht bereit ist.

Ein Zusammenrücken sehen wir nur unter den rechtspopulistischen Parteien verschiedener Länder und dies verfolgen viele von uns mit Sorge.

Diese Parteien in den Ländern, die uns besonders wichtig sind, haben eine unterschiedliche Geschichte und befinden sich in ungleichen Situationen.

Wir wollen mit dieser Veranstaltung verstehen und vermitteln, was diese drei Parteien verbindet und was sie unterscheidet.

Referenten: Alexander Hensel (Uni Göttingen) über die Alternative für Deutschland, Daniela Kallinich (Uni Göttingen) über den Front National, Dr. Katrin Steffen (Nord-Ost-Institut Lüneburg) über Polen.

Zeit: 19 Uhr

Ort: Sternwarte Göttingen

In Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft.

 

18.01.2017: Vortrag: Banners of Budapest – Demonstrations for and Against the Second Orbán Government (2010-2014)

banners-of-budapestThe Hungarian protest sector grew to a size unseen since the democratic transition during the years of the second Orbán government. Actors from all over the political spectrum became active in a wave of contention partly inspired by the international anti-austerity protest cycle. Still, this national peak of mobilization meant rather contained events attended by the politically most active. Democracy frames gained momentum with the large-scale left-liberal protests that were organized in defense of liberal democracy during the years when movements of the crisis in Europe mobilized precisely against its flaws. The subsequent pro-Orbán “Peace marches” produced the highest turnout rates, occasionally attracting around a hundred thousand participants. They reacted to oppositional and EU critiques of the new system of „illiberal democracy“ by advocating a populist conception where the emerging will of the people is in focus instead of institutional settings. Another counter-frame against EU’s objections to Fidesz’s capture of democratic institutions posited that the real antidemocratic act is the transnational actor’s pressure on a democratically elected government.

Why did masses fill Hungarian streets and squares to support Orbán, who was already unquestionably powerful, especially in times characterized internationally by dramatic expressions of popular discontent with political leaders?

Our guest speaker Mihály Gyimesi will attempt to identify causal mechanisms leading to the rise and fall of oppositional mobilization, and also to the related surge of the Pro-Government marches. He’ll rely on the preliminary results of his dissertation research that is based on protest event analysis and critical discourse analysis.

Mihály Gyimesi researches social movements as a doctoral candidate at the Berlin Graduate School of Social Sciences at Humboldt-Universität zu Berlin. He is currently a visiting PHD student at the Comenius University in Bratislava.

Zeit: 18.01.2017, 19 Uhr

Ort: ZHG 003

Vortragssprache: Englisch

Rückschau

27.11.2016: „Das gekränkte Gänseliesel. 250 Jahre Skandalgeschichten in Göttingen“ – Buchvorstellung mit Lesung

24.11.2016: The American Elections of 2016. Where are We in Political History?

16.11.16: Lesung mit den Autoren Daniel Sturm (Die Welt) und Christoph Hickmann (Süddeutsche Zeitung): „Sigmar Gabriel: Patron und Provokateur“

23.06.2016: Chris Cooper founded Convergence Targeted Communications in 2014 after five years as a Managing Director with SKDKnickerbocker and nine years with MSHC Partners (formerly Malchow Schlackman Hoppey & Cooper).

08.06.2016: Jackson Janes: „Challenges and Choices: The Presidential Election and Its Significance for German-American Relations“

1. Juni: Lilliane Mason: „The Great Divide: Elections in a Polarized America“ (Politikwissenschaftlerin, Uni Maryland): 18 Uhr Paulinerkirche

19. Mai 2016: David W. Farber: „American Conservatism: Fear and Anger in the Making of the Modern Republican Party.“ (Historiker, Uni Kansas), 18 Uhr Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal

11. Mai 2016: Ronald Brownstein: „Who Will Win the Race to the White House? The U.S. Presidential Elections“ mit  Grußwort von Nancy Corbett (US-Generalkonsulin) (Journalist, The Atlantic), 18 Uhr Paulinerkirche

09. Mai 2016: Yuliya Bidenko: „Ukraine: between Democracy and Gray Zone. Political System, Civil Society and Reform Perspectives“, 19 Uhr, ZHG 002

02.03.2016: Vortrag „Deutsche und Französische Visionen zu Europa“ von Dr. Claire Demesmay von der DGaP

01.02.2016: Lesung aus dem Buch „Das gekränkte Gänseliesel. 250 Jahre Skandalgeschichten in Göttingen“

26.11.2015: Buchvorstellung: „Das gekränkte Gänseliesel. 250 Jahre Skandalgeschichten in Göttingen“

Eindrücke gibt es hier.

17.9.2014: Buchvorstellung: „Weißkittel und Braunhemd. Der Göttinger Mediziner Rudolf Stich im Kaleidoskop“

8.5.2014: Buchvorstellung:1964 – das Jahr, mit dem »68« begann

Eindrücke gibt es hier.

26.11.2013: Vortrag mit Diskussion von Stephan Klecha „Deutschland hat gewählt – Wahlanalyse“

Eindrücke gibt es hier.

22.10.2013: Vortrag „Was nun, Monsieur Hollande“von Daniela Kallinich

Einige Eindrücke gibt es hier.

08.04.2013, 19 Uhr: Buchpräsentation „Mythen, Ikonen, Märtyrer. Sozialdemokratische Geschichten“

Einige Eindrücke gibt es hier.

Vortragsreihe „Rechtsextremismus und Nazi-Terror“

  • 16.01.2013: Dr. Heike Radvan (Amadeu Antonio Stiftung): Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus
  • 30.01.2013: Patrick Gensing (tagesschau.de): Terror von rechts. Die Nazi-Morde und das Versagen der Politik
  • 06.02.2013: Prof. Dr. Fabian Virchow (FH Düsseldorf): Rechtsextremismus verbieten?

23.01.2013: Buchvorstellung des Buches „Überwachtes Deutschland“ mit dem Autor Josef Foschepoth in Zusammenarbeit mit Vandenhoeck & Ruprecht.

Eindrücke gibt es hier.

28.11.2012 Vortrag von Niki Kowall: Staatsschulden: Übel oder Mythos

24.11.2012: Lange Nacht des Wissens mit der Ausstellung „Die Demokratiebilder von Kindern“ und dem Vortrag „Die „Villa Stich” im Spiegel der Geschichte“

Einige Fotos finden Sie hier.

13.11.2012: Dr. Daniela Forkmann referiert über „Das Netzwerk junger Abgeordneter Berlin“

Hier einige Eindrücke.

18.07.2012 Vortrag von Alex Hensel und Dr. Stephan Klecha über die Piratenpartei. Diskussion mit Dr. M. K. Ramaswamy von der Piratenpartei in Göttingen.

Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung.

07.05.2012 Lesung mit Olaf Sundermeyer: Tor zum Osten

Hier einige Eindrücke.

12.04.2012 Lesung von Robert Lorenz: Protest der Physiker

Eindrücke von der Veranstaltung finden Sie hier.

14.03.2012 Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen – Vortrag und Diskussion mit Cécile Calla, Gilbert Casasus und Daniela Kallinich.

Einige Eindrücke von der Veranstaltung finden Sie hier.

19.01.2012 Podiumsdiskussion: Der vergessene Terrorismus? Rechte Morde, die Bedeutung der NPD und die Rolle des Verfassungsschutzes.

Eindrücke und einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

03.11.2011 Lesung und Diskussion mit Ronny Blaschke

Ronny Blaschke ist Autor des Buches „Angriff von Rechtsaußen. Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“.

Ronny Blaschke ist Autor des Buches „Angriff von Rechtsaußen. Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“. Infos zum Buch vom Verlag die Werstatt.

21.05.2011 Tag der offenen Tür

Am 21. Mai fand der erste Tag der offenen Tür des Göttinger Instituts für Demokratieforschung statt. An diesem Tag wurde die Siegerehrung des Malwettbwerbs für Kinder „Dein Bild von der Politik“ durchgeführt. Als Kinderprogramm wurde eine „Demokratie-Rallye“ angeboten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich in entspannter Atmosphäre über unsere Forschung informieren. Einige Eindrücke finden Sie hier.

06.05.2011 Vortrag von Dr. Saskia Richter: „Die Aktivistin. Das Leben der Petra Kelly – Biographieforschung in Wissenschaft und Praxis“

Dr. Saskia Richter berichtet aus ihrer Forschung über Petra Kelly als Parteigründerin der Grünen. Mehrere Jahre hat sie sich mit der grünen Aktivistin auseinandergesetzt und an diesem Beispiel die Herausforderungen und Möglichkeiten von Biografien in der Politikwissenschaft erfahren. In einem Vortrag mit anschließender Diskussion stellt sie die daraus entstandene Biografie über Petra Kelly vor und lässt andere an ihrem Forschungsalltag teilhaben.

Die Veranstaltung richtet sich einerseits an (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Promovierende und Studierende, die selbst Biographieforschung betreiben, aber auch an die interessierte Öffentlichkeit.

04.05.2011 Vortrag: „Aufstand des Bürgertums“

Vortrag und Diskussion im Rahmen des MentorInnenprogramms der Politikwissenschaften: „Aufstand des Bürgertums? Die Proteste gegen Stuttgart 21 und der Erfolg der Grünen in Baden-Würtemberg“.

19.11.2010 Göttinger Treffen der politischen Bildung

Das Göttinger Institut für Demokratieforschung und die Zentralstelle für politische Weiterbildung luden gemeinsam zum Göttinger Treffen der politischen Bildung ein.

Weitere Informationen gibt es hier zum Download (PDF-Datei).

Einen Bericht und diverse Eindrücke von der Veranstaltung finden Sie hier.