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Dissertationsprojekt

Verfasserin

Dr. Bettina Munimus

Arbeitstitel der Dissertation

„Das Alter spielt keine Rolle?” – Die Bedeutung der Älteren in den Mitgliederparteien CDU und SPD. Eine empirische Untersuchung einer alternden Parteimitgliedschaft und deren Folgen in ausgewählten Fallstudien

(abgeschlossen)

Exposé

Die deutschen Parteien – allen voran CDU und SPD – altern stärker und schneller als die Gesellschaft im Allgemeinen. Im Jahr 2008 waren nahezu die Hälfte aller Mitglieder von CDU und SPD 60 Jahre oder älter. Ein Blick auf die Mitgliederstruktur führt das unausgewogene Verhältnis zwischen den Altersgruppen und Generationen vor Augen, Jugendliche und junge Erwachsene stellen gerade einmal rund fünf Prozent der Gesamtmitgliedschaft. Aber was bedeutet die altersstrukturelle Verschiebung zugunsten der älteren Mitglieder für die Mitgliederparteien CDU und SPD? Rein quantitativ stellt die Gruppe der über 60-Jährigen in der Tat eine machtvolle Bastion in ihren Parteien dar. Verfolgen sie durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit altersspezifische Interessen oder sind es doch die generationenbezogenen Politikparadigmen, die auch im Alter prägend wirken? Ergeben sich Konflikte aufgrund der „latenten Macht” der Älteren etwa bei der Listenbesetzung und Kandidatenaufstellung? Wie und in welcher Form beteiligen sich Parteimitglieder im Ruhestand?

Im Rahmen der Untersuchung wird – bedingt durch die vorhandenen Organisationsstrukturen – auch auf die Seniorenorganisationen Senioren-Union der CDU und die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus der SPD ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Dissertation, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert wird, geht mittels qualitativer Fallstudien der Frage nach, welche Rolle und Bedeutung der wachsenden Zahl der Älteren in den beiden Großparteien zukommt.