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	<title>Kommentare für Göttinger Institut für Demokratieforschung</title>
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	<description>Göttinger Institut für Demokratieforschung</description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 May 2012 07:18:47 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Wenn Andalusien mal Vorbild sein darf von Paideia</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/wenn-andalusien-mal-vorbild-sein-darf/comment-page-1#comment-458</link>
		<dc:creator>Paideia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 07:18:47 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Miguel,
sehr schön! Das ist genau der Punkt: “Mejor lo malo conocido, que lo bueno por conocer”  Auf diese Weise verändert sich nichts. Das erinnert schon stark an den Witz: Was passiert, wenn die Sahara kommunistisch wird? 50 Jahre passiert gar nichts und dann geht langsam der Sand aus!
Wie viele haben sich eingerichtet in einer Grauzone zwischen ihrem PER (Plan de Empleo Rural - was nicht mit Sozialhilfe zu verwechseln ist) und gelegentlicher Schwarzarbeit. Sicher, in vielen Gegenden Andalusiens - vor allem auf dem Land - kann man relativ gut leben, alle Familienmitglieder mit dem PER + Schwarzarbeit - da kommen locker 2500 - 3000 € zusammen. Das ist genau &quot;lo malo conocido&quot;, warum etwas ändern, wenn ich gut lebe - auch wenn vollkommen auf Kosten der anderen, vor allem der Mittelschicht und das Ganze zum &quot;Caracho&quot; geht - So lange bis der Sand ganz ausgegangen ist ...
Das kann einfach nicht sein. Solidarität geht nicht nur in eine Richtung, sondern ist gegenseitig. Alles andere währe typisch &quot;sin vergüuenza&quot;. Ich jedenfalls habe keine &quot;Lust&quot; solidarisch zu sein mit denjenigen, die ihren Lebensstil über das Abzocken definieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Miguel,<br />
sehr schön! Das ist genau der Punkt: “Mejor lo malo conocido, que lo bueno por conocer”  Auf diese Weise verändert sich nichts. Das erinnert schon stark an den Witz: Was passiert, wenn die Sahara kommunistisch wird? 50 Jahre passiert gar nichts und dann geht langsam der Sand aus!<br />
Wie viele haben sich eingerichtet in einer Grauzone zwischen ihrem PER (Plan de Empleo Rural &#8211; was nicht mit Sozialhilfe zu verwechseln ist) und gelegentlicher Schwarzarbeit. Sicher, in vielen Gegenden Andalusiens &#8211; vor allem auf dem Land &#8211; kann man relativ gut leben, alle Familienmitglieder mit dem PER + Schwarzarbeit &#8211; da kommen locker 2500 &#8211; 3000 € zusammen. Das ist genau &#8220;lo malo conocido&#8221;, warum etwas ändern, wenn ich gut lebe &#8211; auch wenn vollkommen auf Kosten der anderen, vor allem der Mittelschicht und das Ganze zum &#8220;Caracho&#8221; geht &#8211; So lange bis der Sand ganz ausgegangen ist &#8230;<br />
Das kann einfach nicht sein. Solidarität geht nicht nur in eine Richtung, sondern ist gegenseitig. Alles andere währe typisch &#8220;sin vergüuenza&#8221;. Ich jedenfalls habe keine &#8220;Lust&#8221; solidarisch zu sein mit denjenigen, die ihren Lebensstil über das Abzocken definieren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wenn Andalusien mal Vorbild sein darf von Miguel</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/wenn-andalusien-mal-vorbild-sein-darf/comment-page-1#comment-457</link>
		<dc:creator>Miguel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 09:10:14 +0000</pubDate>
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		<description>Guten Tag,

die Analyse fand ich ziemlich treffend. Es hat mir gefallen. Als die konservative Partei hat die Regierung übernommen, konnte wieder die sozialistische/sozialdemokrate Partei freundlichen soziale Idee wieder verteidigen, die bevor in der Macht und seit Mai 2010 nicht mehr verteidigen dürfte. Das hat sicher bisher enttäuchste sozialistchen Wähler gefreut. Trotdem halte ich für entscheidend in dem &quot;Erfolg&quot; in der Andalusienwahl, dass für die PSOE Wähler stärker gewesen ist, die Angst von der Politik der PP, die ihre Sozialehilfe in Andalusien schneiden würde, als die Müdigkeit auf der vorigen Regierung mit der auch im wesentlich viele sicher nicht zufrieden waren. Ein spanisches Stichwort trifft hier wieder zu: &quot;Mejor lo malo conocido, que lo bueno por conocer&quot; (etwas wie: &quot;lieber das bekannte Übel, als die unbekannte Wohl&quot;).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag,</p>
<p>die Analyse fand ich ziemlich treffend. Es hat mir gefallen. Als die konservative Partei hat die Regierung übernommen, konnte wieder die sozialistische/sozialdemokrate Partei freundlichen soziale Idee wieder verteidigen, die bevor in der Macht und seit Mai 2010 nicht mehr verteidigen dürfte. Das hat sicher bisher enttäuchste sozialistchen Wähler gefreut. Trotdem halte ich für entscheidend in dem &#8220;Erfolg&#8221; in der Andalusienwahl, dass für die PSOE Wähler stärker gewesen ist, die Angst von der Politik der PP, die ihre Sozialehilfe in Andalusien schneiden würde, als die Müdigkeit auf der vorigen Regierung mit der auch im wesentlich viele sicher nicht zufrieden waren. Ein spanisches Stichwort trifft hier wieder zu: &#8220;Mejor lo malo conocido, que lo bueno por conocer&#8221; (etwas wie: &#8220;lieber das bekannte Übel, als die unbekannte Wohl&#8221;).</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wenn Andalusien mal Vorbild sein darf von Paideia</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/wenn-andalusien-mal-vorbild-sein-darf/comment-page-1#comment-456</link>
		<dc:creator>Paideia</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 14:03:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=13994#comment-456</guid>
		<description>Lieber Herr Butzlaff,
wie sah eigentlich in den letzten 8 Jahren die Rolle der PSOE als soziale Schutzmacht aus? 7 Jahre lang geschah gar nichts, Zapatero leugnete bis zum Abwinken, dass es überhaupt eine Krise gäbe, dann man sprach kurioserweise schon von &quot;brotes verdes&quot; der Wirtschaft (also grünen Knospen), obwohl es erst richtig nach unten ging, und schließlich verabschiedete man Gesetze, die letztlich in Brüssel / Berlin vorfomuliert wurden. In dieser ganzen Zeit passierte politisch nichts, und schon gar nicht auf Seiten der Gewerkschaften - in der gleichen Zeit, in der die SPD im Übrigen die notwendigen Reformen in die Wege leitete, die zwar Wählerstimmen gekostet haben, aber gesamtwirtschaftlich mehr als richtig waren. Heute meldete die spanischen Tagezeitung ABC, dass Zapatero ein Buch über wirtschaftliche Fragen schreiben würde - Realsatire?
Und die Gewerkschaften? Ich glaube, dass es kaum möglich ist, noch weniger Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung zu genießen als die großen spanischen Gewerkschaftsvereinigungen. Der jetzige &quot;Protest&quot; ist in erster Linie Angst davor, auch noch die letzten Subventionen zu verlieren. Zu den 1.Mai-Demo kamen noch nicht einmal die &quot;Freigestellten&quot;. Im Übrigen entlassen die Gewerkschaften munter ihre eigenen Mitarbeiter nach dem neuen Arbeitsgesetz der PP - Ironie?
Was dann noch am &quot;linken&quot; (eigentlich schade um den Begriff!)Rand agiert, ist eher zum Lachen. Izquierda Unida in Andalusien glänzte durch ein 5-Punkte-Programm: 1. Alle in den letzten Korruptionsskandal verwickelten Mitglieder der Regierung müssten diese verlassen, 2. Schaffung einer eigenen öffentlichen Landesbank aus EU-Mitteln, 3. Verbot sämtlicher Zwangsräumungen, 4. Öffentliche 4-monatige Beschäftigung sämtlicher Arbeitsloser in Andalusien, 5. Mindestrente für alle andalusischen Familien. Bis heute hat die Izquierda Unida an allen Punkten festgehalten - mit Ausnahme der ersten Forderung - Scherz?
Vielleicht sollte man statt &quot;bessere, festere Sozialisten&quot; gleich &quot;Bolschwiken&quot; nehmen...
Alles Gute aus Spanien. Paideia (Ex-Göttingen)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Butzlaff,<br />
wie sah eigentlich in den letzten 8 Jahren die Rolle der PSOE als soziale Schutzmacht aus? 7 Jahre lang geschah gar nichts, Zapatero leugnete bis zum Abwinken, dass es überhaupt eine Krise gäbe, dann man sprach kurioserweise schon von &#8220;brotes verdes&#8221; der Wirtschaft (also grünen Knospen), obwohl es erst richtig nach unten ging, und schließlich verabschiedete man Gesetze, die letztlich in Brüssel / Berlin vorfomuliert wurden. In dieser ganzen Zeit passierte politisch nichts, und schon gar nicht auf Seiten der Gewerkschaften &#8211; in der gleichen Zeit, in der die SPD im Übrigen die notwendigen Reformen in die Wege leitete, die zwar Wählerstimmen gekostet haben, aber gesamtwirtschaftlich mehr als richtig waren. Heute meldete die spanischen Tagezeitung ABC, dass Zapatero ein Buch über wirtschaftliche Fragen schreiben würde &#8211; Realsatire?<br />
Und die Gewerkschaften? Ich glaube, dass es kaum möglich ist, noch weniger Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung zu genießen als die großen spanischen Gewerkschaftsvereinigungen. Der jetzige &#8220;Protest&#8221; ist in erster Linie Angst davor, auch noch die letzten Subventionen zu verlieren. Zu den 1.Mai-Demo kamen noch nicht einmal die &#8220;Freigestellten&#8221;. Im Übrigen entlassen die Gewerkschaften munter ihre eigenen Mitarbeiter nach dem neuen Arbeitsgesetz der PP &#8211; Ironie?<br />
Was dann noch am &#8220;linken&#8221; (eigentlich schade um den Begriff!)Rand agiert, ist eher zum Lachen. Izquierda Unida in Andalusien glänzte durch ein 5-Punkte-Programm: 1. Alle in den letzten Korruptionsskandal verwickelten Mitglieder der Regierung müssten diese verlassen, 2. Schaffung einer eigenen öffentlichen Landesbank aus EU-Mitteln, 3. Verbot sämtlicher Zwangsräumungen, 4. Öffentliche 4-monatige Beschäftigung sämtlicher Arbeitsloser in Andalusien, 5. Mindestrente für alle andalusischen Familien. Bis heute hat die Izquierda Unida an allen Punkten festgehalten &#8211; mit Ausnahme der ersten Forderung &#8211; Scherz?<br />
Vielleicht sollte man statt &#8220;bessere, festere Sozialisten&#8221; gleich &#8220;Bolschwiken&#8221; nehmen&#8230;<br />
Alles Gute aus Spanien. Paideia (Ex-Göttingen)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wenn Andalusien mal Vorbild sein darf von Felix Butzlaff</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/wenn-andalusien-mal-vorbild-sein-darf/comment-page-1#comment-455</link>
		<dc:creator>Felix Butzlaff</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 12:08:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=13994#comment-455</guid>
		<description>Liebe (oder lieber?) Paideia,
zunächst einmal: Vielen Dank für Ihren Kommentar, es freut mich immer, wenn man das Gefühl gewinnt, die eigenen Texte oder Anmerkungen werden gelesen und wahrgenommen. Erst recht, wenn Sie wie in diesem Fall in gefühlten 10 Minuten nach Online-Stellung schon kommentieren. Dafür ist diese Funktion gedacht, so dass man hier in Austausch treten kann. Und es war mir schon klar, dass man den Fall des PSOE natürlich auch anders interpretieren kann. Aber zu ihren Kritikpunkten:
1.	Die Wahlen und ihr Ergebnis in Andalusien sind aber doch vielschichtiger, als Sie es in ihrer Anmerkung darstellen. Sie schreiben, der PSOE hätte die Wahlen deutlich verloren. Das ist insofern richtig, als dass das Ergebnis mit (immerhin!) 39,5% fast neun Prozentpunkte unter dem der letzten Regionalwahlen liegt. Es ging mir bei meinem Kommentar ja aber auch und gar hauptsächlich um die Rolle, die der PSOE für sich und seine Politik im Land sieht, und gerade hier hat sich durch die Wahlen eindeutig etwas verändert. Der Abstand zum PP beispielsweise betrug in Andalusien bei den Kommunalwahlen im Mai 2011 sieben Prozentpunkte, bei den nationalen Wahlen im November neun. Nun bei den Regionalwahlen ist dieser Abstand auf nur noch einen Prozentpunkt abgesunken. Gerade im Vergleich mit den konservativen Wahlsiegern vom November, die zwischenzeitlich gar eine kaum aufzuhaltende Machtstellung in Spanien erreicht hatten, war diese Wahl ein Achtungserfolg wider den scheinbaren Trend. Deutlicher gar noch, wenn man ein „linkes Lager“ mit der Izquierda Unida anschaut, die mit 11,3% zum Mehrheitsbeschaffer geworden ist.
2.	Intention meines Kommentars war es auch darzustellen, wie eine Oppositionsrolle eine Partei verändert und alte, tradierte Mechanismen, Denkrichtungen, Allianzen wieder stärker in den Vordergrund treten, und dies auch unter ungünstigen Vorzeichen (siehe die Glaubwürdigkeitsverluste) nicht automatisch und unaufhaltsam in einen weiteren Abstieg münden muss. Eine sozialistische Bewegung kann sich durch sorgfältiges und entschlossenes Vorgehen durchaus wieder aus einem „Spardiskurs“ und „Kürzungsautomatismus“ befreien.
3.	Ich bestreite von Ihnen erwähnte Korruption, Ineffizienz und Klientelismus in Andalusien keineswegs. Die „Moderne“, die ich Andalusien innerhalb Spaniens in meinem Kommentar zugeschrieben habe, bezieht sich nicht auf die Regierungsbilanz der PSOE-Regionalregierung, sondern der „neuen“ Rolle als soziale Schutzmacht, die nun gemeinsam mit den Gewerkschaften deutlicher akzentuiert worden ist, als dies in den letzten Jahren der Fall gewesen ist.
4.	Sie schreiben „Sozialisten (und bitte nicht Sozialdemokraten!)“. Ich habe diese Erfahrung schon des Öfteren gemacht, dass spanische Gesprächspartner irritiert auf den Begriff Sozialdemokraten reagiert haben. In etwa mit dem Reformistenvorwurf gleichgestellt. Ich möchte aber hier nur zu bedenken geben, dass der PSOE nichtsdestotrotz mit einigem Recht der sozialdemokratischen Parteifamilie innerhalb Europas zugerechnet wird und insofern in einem in Deutschland, auf deutsch und für eine mehrheitlich deutsche Leserschaft schon der Vermittlung und Klarstellung halber durchaus auch als Sozialdemokratie bezeichnet werden könnte. Ansonsten wäre die Abgrenzung zur Izquierda Unida auch nicht ganz einfach (bessere, festere Sozialisten?).
Jedenfalls: Beste Grüße aus Göttingen
Felix Butzlaff</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe (oder lieber?) Paideia,<br />
zunächst einmal: Vielen Dank für Ihren Kommentar, es freut mich immer, wenn man das Gefühl gewinnt, die eigenen Texte oder Anmerkungen werden gelesen und wahrgenommen. Erst recht, wenn Sie wie in diesem Fall in gefühlten 10 Minuten nach Online-Stellung schon kommentieren. Dafür ist diese Funktion gedacht, so dass man hier in Austausch treten kann. Und es war mir schon klar, dass man den Fall des PSOE natürlich auch anders interpretieren kann. Aber zu ihren Kritikpunkten:<br />
1.	Die Wahlen und ihr Ergebnis in Andalusien sind aber doch vielschichtiger, als Sie es in ihrer Anmerkung darstellen. Sie schreiben, der PSOE hätte die Wahlen deutlich verloren. Das ist insofern richtig, als dass das Ergebnis mit (immerhin!) 39,5% fast neun Prozentpunkte unter dem der letzten Regionalwahlen liegt. Es ging mir bei meinem Kommentar ja aber auch und gar hauptsächlich um die Rolle, die der PSOE für sich und seine Politik im Land sieht, und gerade hier hat sich durch die Wahlen eindeutig etwas verändert. Der Abstand zum PP beispielsweise betrug in Andalusien bei den Kommunalwahlen im Mai 2011 sieben Prozentpunkte, bei den nationalen Wahlen im November neun. Nun bei den Regionalwahlen ist dieser Abstand auf nur noch einen Prozentpunkt abgesunken. Gerade im Vergleich mit den konservativen Wahlsiegern vom November, die zwischenzeitlich gar eine kaum aufzuhaltende Machtstellung in Spanien erreicht hatten, war diese Wahl ein Achtungserfolg wider den scheinbaren Trend. Deutlicher gar noch, wenn man ein „linkes Lager“ mit der Izquierda Unida anschaut, die mit 11,3% zum Mehrheitsbeschaffer geworden ist.<br />
2.	Intention meines Kommentars war es auch darzustellen, wie eine Oppositionsrolle eine Partei verändert und alte, tradierte Mechanismen, Denkrichtungen, Allianzen wieder stärker in den Vordergrund treten, und dies auch unter ungünstigen Vorzeichen (siehe die Glaubwürdigkeitsverluste) nicht automatisch und unaufhaltsam in einen weiteren Abstieg münden muss. Eine sozialistische Bewegung kann sich durch sorgfältiges und entschlossenes Vorgehen durchaus wieder aus einem „Spardiskurs“ und „Kürzungsautomatismus“ befreien.<br />
3.	Ich bestreite von Ihnen erwähnte Korruption, Ineffizienz und Klientelismus in Andalusien keineswegs. Die „Moderne“, die ich Andalusien innerhalb Spaniens in meinem Kommentar zugeschrieben habe, bezieht sich nicht auf die Regierungsbilanz der PSOE-Regionalregierung, sondern der „neuen“ Rolle als soziale Schutzmacht, die nun gemeinsam mit den Gewerkschaften deutlicher akzentuiert worden ist, als dies in den letzten Jahren der Fall gewesen ist.<br />
4.	Sie schreiben „Sozialisten (und bitte nicht Sozialdemokraten!)“. Ich habe diese Erfahrung schon des Öfteren gemacht, dass spanische Gesprächspartner irritiert auf den Begriff Sozialdemokraten reagiert haben. In etwa mit dem Reformistenvorwurf gleichgestellt. Ich möchte aber hier nur zu bedenken geben, dass der PSOE nichtsdestotrotz mit einigem Recht der sozialdemokratischen Parteifamilie innerhalb Europas zugerechnet wird und insofern in einem in Deutschland, auf deutsch und für eine mehrheitlich deutsche Leserschaft schon der Vermittlung und Klarstellung halber durchaus auch als Sozialdemokratie bezeichnet werden könnte. Ansonsten wäre die Abgrenzung zur Izquierda Unida auch nicht ganz einfach (bessere, festere Sozialisten?).<br />
Jedenfalls: Beste Grüße aus Göttingen<br />
Felix Butzlaff</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wenn Andalusien mal Vorbild sein darf von Paideia</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/wenn-andalusien-mal-vorbild-sein-darf/comment-page-1#comment-453</link>
		<dc:creator>Paideia</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:36:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=13994#comment-453</guid>
		<description>Lieber Herr Butzlaff,
ihre Analyse der spanischen Politiklandschaft geht vollkommen an der Realität vorbei! Die PSOE hat die Wahlen in Andalusien deutlich verloren und herbe Stimmeneinbußen hinnehmen müssen. Richtig ist, dass die Sozialisten (und bitte nicht Sozialdemokraten!!!) nun mit der &quot;Vereinigten Linken&quot; zusammen die Regierung stellen. Die PP hat etwa 400 000 Wähler nicht mobilisieren können, die noch im November bei den Parlamentswahlen für sie gestimmt haben. Warum? Nicht weil viele mit ihrer vermeintlich &quot;neoliberalen&quot; Politik nicht einverstanden sind, sondern weil einige der getroffenen Maßnahmen klar &quot;sozialistischer Politik&quot; entsprechen, z.B. die Erhöhung der Einkommenssteuer (in Spanien höher als in vielen anderen EU-Ländern). Die Menschen haben vielmehr gehofft, dass die Regierung auf der Ausgabenseite kürzt, z.B. die 100%ige Finanzierung von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden (die in der Zeit der PSOE-Regierung komplizenhaft geschwiegen haben - die Hand aber gerne aufhaltend) oder auch die doppelte / dreifache Verwaltungsstruktur (ohne dass sich dadurch der Service für die Bürger verbessert).
Andalusien ist nach 30 Jahren Sozialistenherrschaft ein Vorbild - an Korruption, Ineffizienz und Klientelismus. Modern ist das bestimmt nicht. Das Schema PP = altes Spanien und PSOE = modernes Spanien stimmt schon lange nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Butzlaff,<br />
ihre Analyse der spanischen Politiklandschaft geht vollkommen an der Realität vorbei! Die PSOE hat die Wahlen in Andalusien deutlich verloren und herbe Stimmeneinbußen hinnehmen müssen. Richtig ist, dass die Sozialisten (und bitte nicht Sozialdemokraten!!!) nun mit der &#8220;Vereinigten Linken&#8221; zusammen die Regierung stellen. Die PP hat etwa 400 000 Wähler nicht mobilisieren können, die noch im November bei den Parlamentswahlen für sie gestimmt haben. Warum? Nicht weil viele mit ihrer vermeintlich &#8220;neoliberalen&#8221; Politik nicht einverstanden sind, sondern weil einige der getroffenen Maßnahmen klar &#8220;sozialistischer Politik&#8221; entsprechen, z.B. die Erhöhung der Einkommenssteuer (in Spanien höher als in vielen anderen EU-Ländern). Die Menschen haben vielmehr gehofft, dass die Regierung auf der Ausgabenseite kürzt, z.B. die 100%ige Finanzierung von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden (die in der Zeit der PSOE-Regierung komplizenhaft geschwiegen haben &#8211; die Hand aber gerne aufhaltend) oder auch die doppelte / dreifache Verwaltungsstruktur (ohne dass sich dadurch der Service für die Bürger verbessert).<br />
Andalusien ist nach 30 Jahren Sozialistenherrschaft ein Vorbild &#8211; an Korruption, Ineffizienz und Klientelismus. Modern ist das bestimmt nicht. Das Schema PP = altes Spanien und PSOE = modernes Spanien stimmt schon lange nicht mehr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Postdemokratisches Schweigen von Nils C. Kumkar</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/postdemokratisches-schweigen/comment-page-1#comment-412</link>
		<dc:creator>Nils C. Kumkar</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 08:46:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ohne Frage richtig und unterstützenswert ist das Ansinnen, die übliche Frage zu verschieben: Weg von „warum gehen die Jugendlichen in Griechenland und den USA auf die Straße?“, hin zu: warum tun sie das eigentlich erst jetzt, und warum hier nicht? Sicherlich kommt bei der Beantwortung dieser Frage auch der Analyse eventueller Generationszusammenhänge eine wichtige Rolle zu, dabei leistet der Text sich aber zwei  miteinander verschaltete Unschärfen, die einer Beantwortung der Frage eher hinderlich denn dienlich sind.
Da wäre zunächst die Frage nach den einzelnen Generationseinheiten: denn die eingangs erwähnte Differenzierung zwischen der hörbaren, weil mit dem nötigen kulturellen Kapital ausgestatteten, bildungsbürgerlichen Fraktion und dem „Rest“ ist zwar nötig, aber immernoch eine für weitere Untersuchungen eher hinderliche Vereinfachung. Schließlich sind auch diese Gruppen eventuell von unterschiedlichen Interessenlagen und Deutungsmustern geprägt, die unter Umständen „quer“ verlaufende Allianzen erzeugen: So waren die großen Proteste gegen den CPE in Frankreich 2005 zwar wesentlich von Studenten getragen - die an den Grands Écoles eingeschriebenen fehlten aber fast vollständig – und den langen Atem trug auch der Schulterschluss mit den Gewerkschaften in die Bewegung. Für die USA und Griechenland heute ließen sich vermutlich ähnliche Koalitionen skizzieren.
Die andere Frage ist die nach der Utopielosigkeit, deren Antwort umgekehrt werdem müsste. In gewisser Weise stimmt es ja: in keinem anderen Jahrzehnt als dem vergangenen hätte man Tausende mit dem Trueismus „eine andere Welt ist möglich“ auf die Straße locken können. Auf der anderen Seite ist es doch vielleicht genau diese unsere Generation, die in dem felsenfesten Glauben (und gerade nicht „Wissen“) an den langsamen geschichtlichen Fortschritt, die Kräfte des freien Marktes und den Selbstentwurf der Identitäten zu den wirklichen Utopisten zu zählen wäre? Das Versagen der Selbsttechnik des Psychoenhancement wäre dann ein erster Schritt der Desillusionierung, die ironische Brechung und das Zögern aber das Zeichen, dass die alte Utopie in verneinter Form weiter aufrechterhalten wird.
Könnte man diesen eher ideologiekritischen Begriff der Utopie, getragen von einer Analyse der spezifischen Lagerungen und Antagonismen der sozialen Klassen wieder in die Untersuchung der Generationenflugbahnen rückübertragen, dann würde das aber einen (wenn nicht sogar den!) vielversprechenden Ansatz zur Erklärung der aktuellen Lage darstellen. Dass die „Postdemokratie“ dann auch eher eine Episode am Ende eines hegemonialen Projekts denn ein düsteres Verhängnis sein könnte, wäre ein angenehmer Nebeneffekt dieser Herangehensweise.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Frage richtig und unterstützenswert ist das Ansinnen, die übliche Frage zu verschieben: Weg von „warum gehen die Jugendlichen in Griechenland und den USA auf die Straße?“, hin zu: warum tun sie das eigentlich erst jetzt, und warum hier nicht? Sicherlich kommt bei der Beantwortung dieser Frage auch der Analyse eventueller Generationszusammenhänge eine wichtige Rolle zu, dabei leistet der Text sich aber zwei  miteinander verschaltete Unschärfen, die einer Beantwortung der Frage eher hinderlich denn dienlich sind.<br />
Da wäre zunächst die Frage nach den einzelnen Generationseinheiten: denn die eingangs erwähnte Differenzierung zwischen der hörbaren, weil mit dem nötigen kulturellen Kapital ausgestatteten, bildungsbürgerlichen Fraktion und dem „Rest“ ist zwar nötig, aber immernoch eine für weitere Untersuchungen eher hinderliche Vereinfachung. Schließlich sind auch diese Gruppen eventuell von unterschiedlichen Interessenlagen und Deutungsmustern geprägt, die unter Umständen „quer“ verlaufende Allianzen erzeugen: So waren die großen Proteste gegen den CPE in Frankreich 2005 zwar wesentlich von Studenten getragen &#8211; die an den Grands Écoles eingeschriebenen fehlten aber fast vollständig – und den langen Atem trug auch der Schulterschluss mit den Gewerkschaften in die Bewegung. Für die USA und Griechenland heute ließen sich vermutlich ähnliche Koalitionen skizzieren.<br />
Die andere Frage ist die nach der Utopielosigkeit, deren Antwort umgekehrt werdem müsste. In gewisser Weise stimmt es ja: in keinem anderen Jahrzehnt als dem vergangenen hätte man Tausende mit dem Trueismus „eine andere Welt ist möglich“ auf die Straße locken können. Auf der anderen Seite ist es doch vielleicht genau diese unsere Generation, die in dem felsenfesten Glauben (und gerade nicht „Wissen“) an den langsamen geschichtlichen Fortschritt, die Kräfte des freien Marktes und den Selbstentwurf der Identitäten zu den wirklichen Utopisten zu zählen wäre? Das Versagen der Selbsttechnik des Psychoenhancement wäre dann ein erster Schritt der Desillusionierung, die ironische Brechung und das Zögern aber das Zeichen, dass die alte Utopie in verneinter Form weiter aufrechterhalten wird.<br />
Könnte man diesen eher ideologiekritischen Begriff der Utopie, getragen von einer Analyse der spezifischen Lagerungen und Antagonismen der sozialen Klassen wieder in die Untersuchung der Generationenflugbahnen rückübertragen, dann würde das aber einen (wenn nicht sogar den!) vielversprechenden Ansatz zur Erklärung der aktuellen Lage darstellen. Dass die „Postdemokratie“ dann auch eher eine Episode am Ende eines hegemonialen Projekts denn ein düsteres Verhängnis sein könnte, wäre ein angenehmer Nebeneffekt dieser Herangehensweise.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Seiner Zeit voraus von Bernard Umbrecht</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/seiner-zeit-voraus/comment-page-1#comment-410</link>
		<dc:creator>Bernard Umbrecht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 15:49:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=13375#comment-410</guid>
		<description>&quot;Halbwachs wurde am 11. März 1877 als Sohn eines katholischen Deutschlehrers im elsässischen Reims geboren&quot;.
Reims im Elsass ? Ein etwas zu sehr erweiterten Blick.
Eher in der Champagne.
Er war Professor der Soziologie an der Universität Straßburg im Elsass.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Halbwachs wurde am 11. März 1877 als Sohn eines katholischen Deutschlehrers im elsässischen Reims geboren&#8221;.<br />
Reims im Elsass ? Ein etwas zu sehr erweiterten Blick.<br />
Eher in der Champagne.<br />
Er war Professor der Soziologie an der Universität Straßburg im Elsass.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Noch lange nicht der &#8220;Goldstandard&#8221; von Alex Hensel</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/noch-lange-nicht-der-goldstandard/comment-page-1#comment-404</link>
		<dc:creator>Alex Hensel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 11:31:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=13173#comment-404</guid>
		<description>Sorry... ist ausgebessert. Beste Grüße, ah</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry&#8230; ist ausgebessert. Beste Grüße, ah</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Noch lange nicht der &#8220;Goldstandard&#8221; von Mareike König</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/blog/noch-lange-nicht-der-goldstandard/comment-page-1#comment-403</link>
		<dc:creator>Mareike König</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 11:28:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=13173#comment-403</guid>
		<description>Danke für den Beitrag zur Tagung! Das neue Blogportal heisst allerdings de.hypotheses.org (also mit e hinten und nicht mit i), weobei die Links im Text wohl richtig sind...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Beitrag zur Tagung! Das neue Blogportal heisst allerdings de.hypotheses.org (also mit e hinten und nicht mit i), weobei die Links im Text wohl richtig sind&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hiemann Roland von Nordkoreas Moratorium &#124; sicherheitspolitik-blog.de</title>
		<link>http://www.demokratie-goettingen.de/mitarbeiter/wissenschaftliche-hilfskrafte/hiemann-roland/comment-page-1#comment-401</link>
		<dc:creator>Nordkoreas Moratorium &#124; sicherheitspolitik-blog.de</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 19:08:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.demokratie-goettingen.de/?p=6320#comment-401</guid>
		<description>[...] Roland Hiemann arbeitet am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Er verfasst seine Doktorarbeit über die amerikanische Nordkoreapolitik. Dieser Beitrag ist ein Crosspost vom Blog des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Roland Hiemann arbeitet am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Er verfasst seine Doktorarbeit über die amerikanische Nordkoreapolitik. Dieser Beitrag ist ein Crosspost vom Blog des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. [...]</p>
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