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Die Kinderdemokratie in Heiligenstadt

Redaktion | 26. Juni 2012

Anfang Juni 2012 wurde das Kinderdemokratie-Planspiel „Eine neue Straße für Felddorf“ mit den Kindern der Klassen 3a und 3b der Lorenz-Kellner-Grundschule in Heiligenstadt gespielt. Die Jungen und Mädchen diskutierten und verhandelten drei Tage lang, welche Entscheidungen im Dorfrat gefällt werden sollten. Zum Schluss wurden alle mit einem „Demokratie-Diplom“ ausgezeichnet. Zudem hatten die Kinder die Möglichkeit, sich mit „echten“ Politikerinnen und Politikern auszutauschen. Zu diesem Zweck fand ein gemeinsames Treffen im Heiligenstädter Rathaus statt.

Einige Zitate der Kinder:

  • Während der Reflexionsphase nach dem Planspiel fällt bei einem Kind der Begriff „Protestieren“. Auf die Nachfrage, was das sei: „Protestieren ist was anderes als lästern oder weh tun, protestieren ist, wenn man dagegen ist.“
  • Auf die Frage, wie das Planspiel gefallen hat: „Mathe ist leichter, da gibt es eine einfache Lösung.“
  • Über Wahlen und Wahlverhalten: „Man muss nicht seine Partei wählen, wenn man die nicht gut findet. Und wenn man keinen wählen möchte oder nicht weiß, wen man wählen möchte, muss man ja auch keinen wählen. Es zwingt ja auch einen niemand.“
  • Zum Thema Gewinnen und Verlieren: „Das ist doch gar nicht schlimm, wenn man mal verliert, es sollen ja alle Meinungen zählen.“