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Aktuelles

Vortragsreihe: The Battle for the White House
10. Mai 2016

PL_Vortragsreihe_webAlle vier Jahre blicken wir mit besonderem Interesse auf die USA: Schließlich hängt auch für die Deutschen sehr viel an der Frage, wer als nächster Präsident in das Weiße Haus einziehen wird. Selten jedoch war der Bedarf an Deutung und Analyse der amerikanischen Politik wohl so groß wie 2016. Mit ungeahnter Wucht hat sich dort der Zorn gegen die etablierte Politik in Unterstützung für zuvor chancenlos erscheinende politische Außenseiter umgemünzt. Bei den Demokraten ist es Bernie Sanders, der mit einer, nicht nur für amerikanische Verhältnisse, äußerst links-progressiven Agenda die Favoritin des demokratischen Lagers, Hillary Clinton, unter Druck gesetzt hat. Noch umstürzender – und für viele Deutsche auch verstörender – erscheint jedoch der Aufstieg von Donald Trump zum wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Mit einem an die Muster des europäischen Rechtspopulismus angelehnten Politikstil hat er das sogenannte Establishment der Partei förmlich überrollt.

Was aber erklärt den Siegeszug dieser Außenseiter? Und was sagt ihr Erfolg (der bei Sanders unvollendet bleiben mag) über die Verfassung der amerikanischen Politik und Gesellschaft aus? In einer Vortragsreihe mit amerikanischen Gastrednern will das Göttinger Institut für Demokratieforschung einen Beitrag zum Verständnis dieser und anderer Phänomene liefern. Weitere Informationen finden sich im Folgenden:

Hier geht es zu den Terminen und praktischen Infos im Überblick

Bewusst haben wir uns dafür entschieden, Redner aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und unterschiedlichen Disziplinen einzuladen. Den Anfang macht am 11. Mai einer der bekanntesten amerikanischen Politik-Journalisten: Ronald Brownstein (The Atlantic, Senior Analyst bei CNN) mit einem einleitendenden, perspektivisch breiten Vortrag über die Präsidentschaftswahlen.

Am 8. Juni spricht Jackson Janes (Präsident des American Institut for Contemporary German Studies der Johns Hopkins University). Er gilt als einer der intimsten Kenner der transatlantischen Beziehungen und wird über den Einfluss der Wahlen auf das deutsch-amerikanische Verhältnis sprechen.

Ort und Zeit: 08.06.2016, 18 Uhr Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal

Den Abschluss der Reihe bildet schließlich der Vortrag eines politischen Praktikers: Chris Cooper, der Gründer der Kommunikationsberatungsfirma Convergence Targeted Communications, wird nicht nur hautnah von seinen Erfahrungen als Wahlkampfstratege für Bernie Sanders berichten, sondern auch generell nach den Erfolgsbedingungen populistischer Politik in den USA fragen.

Ort und Zeit: 23.06.2016, 18 Uhr Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal

Weitere Infos hier.

Alle Infos im Überblick

  • 11. Mai: Ronald Brownstein: „Who Will Win the Race to the White House? The U.S. Presidential Elections“ mit  Grußwort von Nancy Corbett (US-Generalkonsulin) (Journalist, The Atlantic), 18 Uhr Paulinerkirche
  • 19. Mai: David W. Farber: „American Conservatism: Fear and Anger in the Making of the Modern Republican Party.“ (Historiker, Uni Kansas), 18 Uhr Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal
  • 1. Juni: Lilliane Mason: „The Great Divide: Elections in a Polarized America“ (Politikwissenschaftlerin, Uni Maryland): 18 Uhr Paulinerkirche
  • 8. Juni: Jackson Janes: „Challenges and Choices: The Presidential Election and Its Significance for German-American Relations“ (Politikwissenschaftler, John Hopkins Uni): 18 Uhr, Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal
  • 23. Juni: Chris Cooper: „The Populist Moment: How Political Outsiders Dominated the Election Campaign in 2016“ (Wahlkampfstratege für Bernie Sanders), 18 Uhr, Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Die Vorträge finden in englischer Sprache statt.