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Aktuelles

Fachtagung: Linke Militanz – 13.-14.11.2019 in Bamberg
25. September 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Linke Militanz

Phänomen, Grundlagen, pädagogische Praxis

Gemeinsame Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesfachstelle Linke Militanz

Seit Jahrzehnten werden in der radikalen Linken immer wieder aufs Neue Debatten um die adäquate Form politischen Handelns geführt, um Gesellschaft und Staat in ihrem Sinne zu verändern. Dabei betonten manche Protagonisten, im „Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse“ dürfe man sich in der Wahl seiner Mittel nicht beschränken lassen, „der Kampf“ müsse vielmehr auch „militant“ geführt werden. Militanz, so lässt sich aus diversen Szenediskussionen und aus der Praxis folgern, meint dabei nicht nur ein spezifisches Selbstverständnis, ein charakteristisches Auftreten und typische Verhaltensweisen. Sie besteht auch in der Legitimierung von Gewalt – gegen Sachen, gegen Menschen – als Mittel der politischen Auseinandersetzung. Einerseits. Andererseits wird Gewalt im Rahmen von Demonstrationen häufig nicht von langer Hand geplant, sondern entsteht aus der Dynamik des jeweiligen Momentes heraus. Doch wann lässt sich von politischer Militanz sprechen? Und wann ist das Attribut „links“ gerechtfertigt? Sind „linke Militante“ diejenigen, die etwa auf der Online-Plattform „Indymedia“ Bekennerschreiben einstellen, in denen sie sich rühmen, bei dem Apartment eines Immobilienbesitzers die Scheiben eingeschlagen oder den PKW einer Autovermietung angezündet zu haben? Oder muss der Begriff, der ja auf
eine Eigenbezeichnung zurückgeht, weiter gefasst werden? Die Fachtagung führt in das Thema Linke Militanz ein und blickt zugleich zurück auf seine Entstehung und Entwicklung. Sie skizziert weiterhin das Phänomen politischer Gewalt, fragt nach den Motiven der Hinwendung, Begründungsmuster und die Rolle von „Militanten“ auf Demonstrationen. Sie schaut auf spezifische Themen sowie den Stellenwert Sozialer Medien für dieses Feld. Schließlich werden verschiedene Projekte aus dem Spektrum phänomenbezogener Konzepte der politischen Bildungs- und Präventionsarbeit vorgestellt.

 

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