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Aktuelles

Neue INDES-Ausgabe: Liberalismus
7. Juli 2016

Cover: INDES 2-2016: LiberalismusDer Liberalismus ist ein schillerndes Phänomen – statt einer Einheit ähnelt er eher einem Mosaik, bestehend aus zahlreichen Teilchen und Bindestrichkonstruktionen: dem Links- und dem Nationalliberalismus, Wirtschafts- und Gesellschaftsliberalismus, Rechtsstaats- und Kulturliberalismus. Gibt es ihn überhaupt, den einen Liberalismus?

Die vorliegende Ausgabe von INDES versucht mit ihrem Schwerpunkt, einen Beitrag zur Diskussion über den Liberalismus zu leisten. Wie stets wird die Debatte dadurch nicht abgeschlossen werden (können); und die Auswahl an Themen und Texten bleibt notgedrungen unvollständig. In gewisser Weise ist die INDES damit selbst liberal – stellt das Bekenntnis zu kontroversen Diskursen, zur uneingeschränkten Legitimität differenter Blickwinkel auf die Wirklichkeit und zur permanenten Revisibilität von Erkenntnissen und Entscheidungen doch geradezu ein Markenzeichen liberalen Denkens dar.

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Protest, Populismus und Rechtsextremismus
6. Juni 2016

Spätestens seit dem Aufstieg von Pegida und der AfD haben Proteste, Populismus und Rechtsextremismus in der Bundesrepublik eine neue gesellschaftliche und politische Bedeutung erlangt. Das Göttinger Institut für Demokratieforschung widmet sich diesen Themen seit geraumer Zeit im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte. Bereits seit Jahren analysiert das Institut aus dem Blickwinkel der Parteienforschung den Aufstieg von rechtspopulistischen Parteien in Europa. Vor allem die Parteientstehung  der AfD sowie deren jüngste Entwicklung im Kontext der Landtagswahlen 2016 wurden durch verschiedene Projekte begleitet. Intensive Aufmerksamkeit am Institut hat seit Ende 2014 überdies die Erforschung der Pegida-Bewegung erfahren. Hier wurden Motive und Hintergründe der Pegida-Anhänger sowie die Aktivitäten der Bewegung in Sozialen Medien empirisch umfangreich erforscht. Weitere Forschungsprojekte untersuchen derzeit u.a. gesellschaftliche Kontroversen um Migration und Integration, Konflikte im Kontext der Einwanderung von Roma, die Ursachen der Entwicklung von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus als auch die weitere Entwicklung von Pegida, etwa den Einfluss der Bewegung auf Jugendliche, sowie die AfD. Eine Übersicht laufender Forschungsprojekte am Institut findet sich hier.

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Neue Studie: Wahl und Nichtwahl
31. Mai 2016

FES-Studie(2016)_Wahl_NichtwahlZahlreiche westeuropäische Demokratien befinden sich in einer Beteiligungskrise. Insbesondere die stetig sinkende Wahlbeteiligung ist hierfür ein markanter Ausdruck. Nichtwähler und die zunehmende Wahlenthaltung sind folglich in den letzten Jahren verstärkt ins Zentrum des politikwissenschaftlichen Interesses gerückt. Eine neue Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht nun erstmals auf der Basis qualitativ erhobener Daten die Einstellungen und Motive der Nichtwähler. Dazu wurden in drei Göttinger Stadtvierteln mit deutlich unterdurchschnittlicher Wahlbeteiligung Fokusgruppen durchgeführt. Zentrale Fragestellungen dabei waren: Wer genau bleibt hier Wahlen aus welchen Gründen fern? Wie blicken die Menschen auf Politik und ihre eigene Rolle im politischen Prozess? Und welche Hoffnungen hegen die Menschen noch gegenüber der Politik? Die Studie ist über Friedrich-Ebert-Stiftung in der Reihe Empirische Sozialforschung online frei verfügbar.

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